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Zucchini pflanzen

18 May 2022

Zucchini, Courgette, Sommerkürbis. So vielseitig wie das leckere Gemüse ist, so viele Namen hat es auch!
Suchst du ein pflegeleichtes Gemüse für dein Gartenbeet? Streng genommen sind Zucchinipflanzen, die zu den Kürbisgewächsen gehören, gar kein Gemüse, sondern ein Kraut. Die Zucchini ist seine Frucht. Zucchini zu pflanzen, macht wirklich Freude. Sie wachsen schnell, und man kann sich auf eine üppige Ernte freuen. 

Vielseitig und dankbar

Zucchini gedeihen eigentlich überall: im 10 Liter-Kübel an einem warmen Plätzchen auf dem Balkon oder der Terrasse, im Palettenbeet, im Freiland, im Gewächshaus oder sogar auf dem Komposthaufen. Nur wirklich sonnig muss der Standort sein und er muss viel Platz bieten. Sommerkürbisse wie Zucchini werden im Sommer geerntet und frisch gegessen, wenn die Frucht ungefähr 15 cm lang ist. Dabei ist es fast wie Zauberei: Je mehr man erntet, desto mehr Früchte bildet die Pflanze. Winterkürbisse, die wir einfach als Kürbis kennen, haben dagegen etwas festeres Fleisch und werden im Spätsommer oder Frühherbst geerntet. Sie bilden eine dickere Schale und können gelagert werden. Kürbisse halten sich bei normaler Zimmertemperatur mehrere Monate. Auch die Blüten von Kürbissen sind essbar.

Tipp! Manchmal ist die Ernte so üppig, dass man mit dem Essen gar nicht hinterherkommt. Macht nichts! Zucchini sind ideal zum Einfrieren. Einfach in Scheiben oder Stücke schneiden, eine Minute kochen, abkühlen lassen und dann ab ins Gefrierfach. Sehr lecker in herzhaften Eintöpfen für den Winter!

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Zucchini pflanzen

Gurkengewächse sind frostempfindlich, wachsen aber schnell. Auch wenn‘s schwerfällt, ist es deswegen besser, etwas Geduld zu haben und mit der Aussaat bis Mai abwarten. Die Anzucht dauert 2–4 Wochen. Im Juni können die Schützlinge dann ins Freie, wenn es wirklich keine Frostgefahr mehr gibt. Finde deine Lieblingssorte in unserem Sortiment. Du kannst beispielsweise unsere rankenden Sorten ‚Black Forest’ oder ‚Ola Escaladora’ pflanzen. Sie sind superleicht zu ernten, weil die Früchte höher an der Pflanze wachsen.

Die drei Schwestern

Eine praktische Pflanzmethode für kleinere Flächen heißt „Die drei Schwestern“. Hierbei werden Mais, Zucchini und Bohnen in einer kleinen Gruppe zusammen angebaut. Der Mais wächst in die Höhe, sodass sich die Bohnen an ihm hochranken können. Die Bohnen binden den Stickstoff in der Erde und versorgen die Zucchini so mit viel Nährstoffen. Die Zucchini ist ein toller Bodendecker und verhindert, dass sich Unkraut ansiedeln kann. Wenn du verschiedene Pflanzensorten in deinem Garten anbaust, ist das außerdem gut für die Insekten. Als Maissorten eignen sich besonders ‚Sweet Nugget’ oder ‚Golden Bantam’, als Zucchini ‚Emperol’oder ‚Black Beauty’ und als Bohnensorten ‚Blue Lake’, ‚Carminat’ oder ‚Neckargold’. In unserem Samensortiment findest du weitere Sorten.

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Zucchini drinnen vorziehen

  1. Die Anzuchttöpfe mit Erde füllen, gewöhnliche Anzuchterde reicht völlig aus. Leicht befeuchten, anschließend einen Samen pro Topf aussäen, 2 cm tief.

  2. Die Töpfe mit einem durchsichtigen Deckel mit Luftlöchern abdecken und an einen warmen Standort aufstellen. Ideal ist eine Heizmatte, so behält die Erde die Feuchtigkeit und die Samen keimen schneller.

  3. Nach dem Keimen die Sämlinge etwas kühler, aber trotzdem hell aufstellen. Am besten ist dein hellstes Fenster oder aber Pflanzenbeleuchtung.

  4. Wenn die ersten pflanzentypischen Blätter (nach den ersten beiden Keimblättern) sprießen, ist es Zeit zum Umpflanzen in größere Töpfe und nährstoffreichere Erde.  Beim Umtopfen an den Blättern halten. Vorsicht! Die Wurzeln sind sehr empfindlich. Die Pflanze im neuen Topf genauso tief wie im alten einsetzen, um Gurkenwelke zu vermeiden.

  5. Nach 2–4 Wochen können die Pflanzen abgehärtet werden (mehr zum Abhärten unten) und in warme, nährstoffreiche Erde gepflanzt werden. 

Tipp! Die Saat mit Komposttee gießen oder der Erde Wurmkompost beimischen. Das macht die Pflanzen stärker und widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten wie Mehltau und Gurkenwelke.

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Abhärten

Vor dem Auspflanzen müssen die Pflanzen unbedingt abgehärtet werden. Das heißt: Die Pflanzen müssen ein bis zwei Wochen an die Bedingungen im Freien gewöhnt werden. Die Pflanzen jeden Tag an einem schattigen, geschützten Platz aufstellen, ideal ist eine Vliesabdeckung. Fange mit einigen Stunden an und dehne den Zeitraum dann allmählich aus. Auch ans Sonnenlicht müssen sich deine Schützlinge erst langsam gewöhnen, um keine Verbrennungen an den Blättern zu erleiden.  Wenn die Pflanze dann an ihrem endgültigen Standort steht, schütze sie mit Vlies, bis die Blüten abfallen.

Zucchini im Freiland aussäen

Wenn die Erde eine Temperatur von mindestens 15 °C hat, können Zucchini gleich im Freiland gesät werden. Miss die Temperatur mit einem Bodenthermometer! Bedecke deine Saat mit Vlies. Zucchini lieben Wärme. Wenn es zu kalt ist, keimen sie nicht.

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Standort und Pflege

Wie gesagt: Zucchini sind Sonnenanbeter, wähle einen Standort mit viel Sonne. Die Erde muss humusreich sein und sollte möglichst Komposterde enthalten, um die Feuchtigkeit zu speichern. Häufig und reichlich düngen, entweder mit einem Dünger, bei dem das Verhältnis von Stickstoff, Phosphor und Kalium ausgewogen ist, oder mit natürlichem Dünger. Die Pflanze benötigt viel Energie, um schnell wachsen und viele Früchte zu ausbilden zu können. Gut feucht halten, aber Vorsicht: Die Blätter mögen kein Wasser! Abgestorbene Pflanzenteile entfernen, auch ältere Blätter, die dicht am Boden sitzen, so bleibt die Pflanze immer luftig und bietet Platz für die Früchte. Optimal ist, die Erdoberfläche mit Stroh oder ähnlichem Material abzudecken, damit die Erde kühl und feucht bleibt und die Früchte vor Schmutz und Beschädigung geschützt werden.

Da Zucchinipflanzen groß werden, sollte der Abstand zwischen den Pflanzen 100 Zentimeter betragen. 

Vermehrung

Zucchini können mit Samen und Stecklingen vermehrt werden. Man kann Samen von eigenen Zucchini verwenden. Dabei kann es allerdings Überraschungen geben, da es leicht zu Kreuzbestäubungen mit anderen Gurkengewächsen kommt. Eine andere Option sind Stecklinge von Seitentrieben, das geht ganz einfach: Den Trieb abschneiden und in Erde setzen. Mit etwas Glück bildet er Wurzeln aus. Hierfür solltest du allerdings früh dran sein. Wenn du mitten im Sommer oder noch später Ableger ziehst, erreicht die Pflanze die Blüte nicht mehr.

Häufige Fragen zu Zucchini:

Die Blüten fallen ab und es bilden sich keine Früchte:

- Die ersten Blüten, die sich an einer Zucchini bilden, sind häufig männliche Blüten. Da sie keine Frucht bilden, fallen sie einfach ab, wenn sie verblüht sind. Wenn sich die Pflanze am Standort verwurzelt hat und die Erde sich aufgewärmt, entwickeln sich die weiblichen Blüten. Eine weibliche Blüte ist daran zu erkennen, dass sie einen kleinen Fruchtknoten am Blütenstängel hat, der direkt hinter der Blüte sitzt. Dieser Fruchtknoten entwickelt sich dann zu einer Zucchini. 

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Die Blätter haben einen weißen, pulvrigen Überzug:

- Der weiße Überzug ist häufig Mehltau, eine Pilzerkrankung. Sie befällt Pflanzen, die nicht genug Wasser bekommen haben. Im Gegensatz zu anderen Pilzsorten gedeiht Mehltau bei Trockenheit und Sonne. Mehltau bekämpfst du, indem du alle befallenen Blätter entfernst. Dabei auch die nicht vergessen, die abgefallen unter der Pflanze liegen! Entsorge die Blätter nicht auf dem Kompost, weil die Pilzsporen auf andere Pflanzen übergehen können. Verbessere die Erde mit Biohumus Terra. Der Wurmkompost macht die Pflanze widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Du kannst auch Komposterde verwenden, damit die Erde das Wasser besser speichert. Anschließend düngen und die Erde mit einer Schicht Stroh oder anderem Abdeckmaterial abdecken. Dünge deine Zucchinipflanzen regelmäßig, um Mehltau vorzubeugen. 

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Es sieht so aus, als ob der Stängel an der Erdoberfläche fault:

- Das klingt nach Gurkenwelke. Hierbei handelt es sich um einen Pilz, durch den der Stängel fault und die Pflanze stirbt. Zucchini sind anfällig für Gurkenwelke, besonders Jungpflanzen. Wenn du die Pflanze in einen größeren Topf umpflanzt, muss sie genauso tief wie im vorherigen Topf stehen. Forme am besten eine kleine Erhebung, damit sich das Wasser nicht sammelt. Lieber von unten (im Untersetzer) als von oben (über die Erde) gießen, um zu viel Feuchtigkeit um den Stängel zu vermeiden. 

Tipp! Bedecke die Erdoberfläche beim Umpflanzen mit Vermiculite, um Gurkenwelke zu vermeiden.

Viel Spaß und Erfolg mit deinen eigenen Zucchini!