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Richtig gießen durch die ganze Saison

20. Juni 2022

Ob Beet, Kübel oder Topf: Um gedeihen zu können, brauchen deine Pflanzen Wasser. Faustregel Nummer 1 lautet: Lieber reichlich und selten als wenig und oft. Hier haben wir einige gute Tipps für dich gesammelt, worauf du beim Gießen und Bewässern achten solltest. 

Um zur Blüte zu kommen und Früchte tragen zu können, brauchen deine Pflanzen optimale Voraussetzungen. Deswegen ist es sehr wichtig, genau zu wissen, wie du sie vor und während der Wachstumsphase am besten gießt und düngst. Wenn du zur richtigen Tageszeit bewässerst, Regenwasser sammelst und mit einfachen Tricks dafür sorgst, dass die Erde nicht austrocknet, kannst du außerdem deinen Wasserverbrauch senken. Mit Wasser möglichst sparsam zu sein, ist besonders wichtig in Regionen, wo Wasser leicht knapp wird.

Gießen: reichlich, aber selten

Fürs Gießen, Bewässern und Düngen gibt es ein paar einfache Regeln: Gieße und bewässere reichlich, aber selten. Das ist wichtig, damit die Wurzeln beim Gießen oder Bewässern gut durchtränkt werden. Dabei benötigt man oft mehr Wasser, als man meinen sollte. Ein großer Kübel kann mehr als fünf Liter Wasser schlucken, bis die Erde gut durchfeuchtet ist. Wenn du unsicher bist, ob die Erde oder der Boden wirklich gut durchfeuchtet ist, kann ein Feuchtigkeitsmesser ohne Batterie eine nützliche Investition sein. 

In Kübeln, Töpfen und Palettenbeeten trocknet die Erde in der Regel schneller aus als der Boden in deinen Gartenbeeten. Wie gut die Erde in deinem Garten das Wasser halten kann, hängt davon ab, ob du lehmigen oder sandigen Boden im Garten hast. Lehmige Böden müssen nicht ganz so häufig bewässert oder gegossen werden wie sandige Erde. 

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So vermeidest du Pilzbefall

Grundregel Nummer 2 lautet: Möglichst nicht abends gießen oder bewässern. Einerseits sind Nacktschnecken nachtaktiv und lieben die Feuchtigkeit am Abend. Beim Gießen von oben ist außerdem die Gefahr groß, dass die Erde auf die Pflanzen spritzt und Pilzsporen auf deine Blumen und dein Gemüse gelangen. Zum Keimen benötigen die Sporenpartikel vier Stunden Feuchtigkeit. Danach ist es geschehen: Die Pflanzen sind von Pilzen befallen. Am Abend besteht die Gefahr, dass die Feuchtigkeit nicht richtig abtrocknen kann, hierunter leiden die Pflanzen. Am besten ist es, morgens zu gießen oder aber direkt, wenn du von der Arbeit nach Hause kommst, damit die Pflanzen abtrocknen können.

Wenn du in der prallen Mittagssonne gießt, verdunstet zu viel Wasser. Gieße lieber morgens, wenn es draußen etwas bewölkt ist, dann ist die Bewässerung am wirkungsvollsten. Ein Tipp, damit der Boden die Feuchtigkeit besser hält: Du kannst die Erde mit Rasenschnitt oder einem anderen natürlichen Material abdecken. Grünschnitt und andere Pflanzenteile führen dem Boden außerdem Nährstoffe zu.

Richtig gießen und Bewässern im Frühjahr und Sommer

Im Frühjahr ist nicht so viel Bewässerung nötig wie im Früh- und Hochsommer. Zum einen hat der Boden eine gewisse Grundfeuchtigkeit, zum anderen haben die Pflanzen noch nicht so dichtes Blattwerk entwickelt. Weniger und kleinere Blätter sorgen dafür, dass Regen oder anderes Wasser, das von oben kommt, leichter bis in die Erde vordringt. Durch die kleinere Fläche der Blätter und der niedrigeren Lufttemperatur verdunstet auch weniger Wasser.

Wenn die Temperaturen im Sommer höher klettern, brauchen Pflanzen viel Wasser, vor allem in einem Gewächshaus, wo es so richtig warm wird. 

Ein echter Geheimtipp lautet: Bei Regen gießen. Der Boden ist wie ein Spülschwamm – feucht saugt er das Wasser besser auf als ganz trocken. Wenn du Regenwasser und feuchtes Wetter ausnutzt, dringt das Wasser, das du zusätzlich zuführst, gut in die Erde ein. Beim Auftreffen auf den Boden fließt es nicht einfach nur ab oder verdunstet. Deine Pflanzen mögen es außerdem, wenn das Wasser dieselbe Temperatur wie die Luft hat. Lass deine gefüllte Gießkanne deshalb am besten vor dem Gießen eine Weile stehen. Dann ist das Wasser genau richtig temperiert: weder zu kalt noch zu warm.

Mit dem Gießwasser düngen – wenig und oft

Im Frühling solltest du den Boden mit der Grunddüngung gut vorbereiten. Im Sommer tut es der Erde gut, wenn du dem Gießwasser ein wenig Dünger zusetzt.

Für die Düngergabe gibt es eine ganz einfache Faustregel: wenig und oft. Je gleichmäßiger die Pflanzen Nährstoffe, Licht und Wärme erhalten, desto besser gedeihen sie.

Möchtest du mehr darüber erfahren, wie du deinen Garten richtig düngst? Entdecke unsere Tipps unter „Richtig düngen leicht gemacht“

Tipps auf einen Blick

  1. Gießen/Bewässern: Lieber reichlich und selten (als wenig und oft), damit die Wurzeln gründlich durchtränkt werden.
    2.Am besten am Morgen oder Spätnachmittag gießen/bewässern. Zu diesen Tageszeiten können die Pflanzen das Wasser am besten aufnehmen. Möglichst nicht abends oder in der prallen Mittagssonne gießen/bewässern.
    3. Gießen oder bewässern, wenn es regnet. Dann kannst du das Regenwasser ausnutzen: Die feuchte Erde nimmt das Wasser nämlich leichter auf.
    4. Möglichst mit temperiertem Wasser gießen.
    5. Gib ein wenig Flüssigdünger ins Gießwasser. Besser ist jedes Mal eine bisschen, statt zu viel und zu selten.

Nutze das Regenwasser. Das ist wichtig, vor allem bei Wasserknappheit. Wichtig! Achte darauf, deine Regentonnen gegen Ertrinken zu sichern.

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Rasensprenger sind ziemlich unwirtschaftlich, da nur wenig Wasser tatsächlich im Boden ankommt. Der Großteil verdunstet nämlich schon in der Luft oder auf den Blättern der Pflanze.

Lieber morgens als abends gießen/bewässern. So haben die Pflanzen tagsüber Zeit, gut abzutrocknen, sodass es an Blättern und Wurzeln nicht so leicht zu Schäden kommt. Morgens ist auch die Gefahr von Schneckenbefall nicht so groß.