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Tipps und Inspiration

Hydrokultur von Gemüse

16 January 2024

Dass sich der Anbau von Hydrokultur für Zimmerpflanzen eignet, ist allseits bekannt. Aber hast du schon mal eine Tomate oder Paprika auf der Fensterbank wachsen sehen und sie von dort geerntet? Es ist also Zeit, mal etwas Neues auszuprobieren! Welche Gemüsesorten sich besonders für den hydroponischen Anbau eignen und wie du auch als Anfänger dein eigenes Gemüse anbauen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

 

Ganz ohne Garten oder große Anbaufläche zum eigenen Gemüse: Hydroponischer Anbau macht es möglich! Denn hiermit erzielst du platzsparend und auf kleinem Raum großartige Ernteergebnisse! Durch gezielte Zugabe von Wasser und Nährstoffen kannst du dabei auf optimale Erträge hoffen! 

Die Produktion der Früchte und auch die Wachstumsgeschwindigkeit können im Vergleich zum traditionellen Anbau in der Erde gesteigert werden. Warum? Weil du die Pflanze optimal mit den nötigen Nährstoffen versorgen kannst und nicht mit unvorhergesehenen Umweltbedingungen (wie Regen, Sturm oder Hitze) rechnen musst.  Du kannst selbst die Lichtbedingungen und die Temperatur kontrollieren und den Gehalt an Luftfeuchtigkeit regeln.

 

Welche Voraussetzungen sollte ein Gemüse für den Anbau in Hydrokultur mitbringen?

Kurz gefasst: Schnell wachsend, platzsparend, niedrig und trotzdem ertragreich. Dies trifft neben Kräutern und Salat auch auf andere Gemüsesorten zu, denn es lässt sich weitaus mehr “im Wasser” anpflanzen, als du vielleicht annehmen würdest. 

Besonders empfehlenswert ist der Indoor-Anbau für kleinwachsende Tomatensorten, Paprika oder Chili. Theoretisch könntest du auch Minigurken oder Zuckererbsen auf diese Weise anbauen, musst dann aber für Rankhilfen sorgen. 

First things first: Bevor du aber loslegen kannst, brauchst du natürlich ein wenig Know-How und das passende Equipment. Um mehr über den hydroponischen Anbau im Allgemeinen sowie weitere Vorteile zu erfahren, lies gern hier weiter.  

 

Dein Zubehör im Überblick

  • Ein Hydroponisches System 
  • hochwertiges Saatgut
  • Quelltabletten 
  • Nährstofflösung
  • ggf. Beleuchtung 

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Die Aussaat 

Das Säen von Gemüse in Hydrokultur unterscheidet sich natürlich von einer Direktsaat im Gemüsebeet. Hier hast du beim hydroponischen Gemüseanbau unterschiedliche Möglichkeiten. 

 

Direktsaat im hydroponischen System

Du kannst dein Gemüse natürlich auf einem Keimtuch oder in einem Substrat /  Quelltabletten  aussäen und in dein hydroponisches System geben. Auch hier ist es wichtig, dass du die Quelltablette vor der Aussaat gut wässert und während des Keimungsprozesses feucht hältst. Es schadet nicht, wenn du die Quelltablette leicht mit der Nährstofflösung benetzt, so dass die ersten kleinen Wurzeln bereits die nötigen Nährstoffe zur  Verfügung haben. 

Vorkultur in der Anzuchtschale

Je nachdem welches hydroponische System du nutzt, empfiehlt es sich, die Samen in einer Anzuchtschale vorzuziehen.

Achte darauf, dass die Quelltabletten gut gewässert sind, bevor du die Samen darauf gibst. Vermeide es, zu dicht zu säen und halte die Quelltablette feucht. Um die Keimung zu beschleunigen, kannst du eine Heizmatte benutzen . Dies ist also die Methode für die ungeduldigen Indoor-GärtnerInnen.

Sobald die Pflanze gekeimt ist und die ersten Blattpaare produziert, kannst du sie in dein hydroponisches System übergeben. 

 

Wichtig ist, dass nach der Keimung auf ausreichend Licht und Nährstoffe Acht gegeben wird, damit deine Pflanze gesund wachsen kann. 

Pflege deine Pflanzen während jeder Wachstumsphase. Kontrolliere den PH-Wert, füge ggf Nährstoffe hinzu oder erneuere das Wasser. Auch alte Blätter kannst du regelmäßig entfernen. Worüber du dir aber keine Gedanken zu machen brauchst, ist das Umtopfen, denn dieser Schritt, der bei traditionellen Gärtnern in der Regel unabdingbar ist, fällt beim Gärtnern mit Hydrokultur weg. 

 

Nährstoffzugabe und Pflege

Starten wir mit einer Quizfrage:
Was haben Tomaten, Paprika und Chili gemeinsam?
Sie gehören alle zur Familie der Nachtschattengewächse und benötigen somit ganz ähnliche Nährstoffe. Das bedeutet, dass du sie theoretisch auch in einem hydroponischen System anbauen kannst. Bereits die Anzucht kann in einem System geschehen, da die optimale Keimtemperatur bei allen drei Pflanzen zwischen 21 und 29 Grad liegt. 

Für ein gesundes Wachstum der Stängel und Blätter benötigen Nachtschattengewächse Stickstoff, Magnesium, Schwefel. Für eine Vielzahl an Blüten und eine Pflanze voller Früchte braucht die Pflanze Kalium und Phosphor, Calcium. Auch wenn Spurenelemente wie Kupfer, Eisen oder Zink werden nur in geringen Dosen für die optimale Nährstoffversorgung benötigt werden, sind sie für ein gesundes Pflanzenwachstum unerlässlich. Bei hydroponischem Anbau gibst du all diese Nährstoffe über spezielle Nährstofflösungen hinzu.

Achte darauf, dass der PH-Wert immer zwischen 5,5 und 6,5 liegt. 

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Wasserverbrauch

Wenn du dein Gemüse hydroponisch anbaust, brauchst du weniger Wasser als beim konventionellen Gärtnern. Der Vorteil bei der Hydroponik ist, dass man immer einen genauen Überblick über den Wasserstand hat und somit nach Bedarf “gießen” kann. 

Faktoren, die den Wasserverbrauch beeinflussen

Der Bedarf hängt hierbei von unterschiedlichen Faktoren wie der Pflanzengröße und -Sorte oder der Entwicklung der Wurzeln ab. Aber auch Wachstumsstadium, Frucht-und Blattgröße oder die Umgebungstemperatur haben eine Auswirkung auf den Wasserverbrauch. Achte darauf, dass die Wurzeln immer im Kontakt mit Wasser sind, da sie sonst austrocknen

Wasserverbrauch bei verschiedenen Pflanzenarten

Allgemein lässt sich sagen, dass Tomaten den höchsten Wasserverbrauch aufweisen. Das liegt darin begründet, dass sowohl die Blätter als auch die Frucht mehr mit Wasser versorgt werden müssen, als beispielsweise die Paprika. Natürlich ist der Wasserverbrauch aber auch sortenabhängig: Je größer die Pflanze, desto mehr Wasser benötigt sie.

Von daher empfehlen wir dir für einen Anbau in Hydrokultur kurz- oder niedrig wachsende Sorten, wie die Kirschtomate TWIGGY Orange oder Red.

Tomaten werden größer als Paprika und auch die Blattgröße- und Anzahl ist höher

Damit einhergehend kann man auch die Nährstoffzugabe ganz unkompliziert kontrollieren und dosieren, um ein optimales Ernteergebnis zu erlangen.

Komatsuna: Eine pflegeleichte Wahl für Hydrokultur

Wohl am bescheidensten in seinen Ansprüchen ist komatsuna.

Neben Salat, Kräutern, Paprika und Co lässt sich auch Komatsuna hydroponisch anbauen. Dafür spricht, dass er schnell wächst und nicht viel Platz oder Nährstoffe benötigt. Die japanische Grünkohlsorte ist relativ anspruchslos, keimt bereits bei 20 bis 24 Grad und wächst bei dieser Temperatur auch nach der Keimung am besten weiter. Mit Glück kannst du bereits nach 4 bis 6 Wochen die ersten Blätter ernten und ihn für viele unterschiedliche Gerichte nutzen. Es handelt sich hierbei also um das perfekte Einsteigergemüse für einen Anbau in Hydrokultur. 

 

Welches Gemüse du eher nicht hydroponisch anbauen solltest

Natürlich ist nicht jede Pflanze für einen Anbau in Hydrokultur geeignet. Wie zum Beispiel solches, das seine Früchte unter der Erde hervorbringt, wie Knollen- und Wurzelgemüse: Diese Pflanzen wachsen in der Erde und sind von daher wenig bis gar nicht für hydroponische Systeme geeignet. Es empfiehlt sich außerdem, hoch oder langsam wachsende Pflanzen wie Artischocken, Kohl oder Lauch  oder solche, die sehr viele schwere Früchte produzieren (Kürbis, Zucchini) außerhalb eines hydroponoischen Systems bzw. traditionell zu kultivieren.


Warum du jetzt loslegen solltest? 

Weil es nicht nur unglaublich praktisch, umweltfreundlich und effizient ist, zu jeder Jahreszeit dein eigenes Gemüse zu ernten, sondern weil es vielleicht auch zu einem schönen neuen Hobby entwickeln könnte, Pflanzen ganzjährig und dabei nachhaltig anzubauen. Du kannst hierbei viel lernen, experimentieren und tust dabei noch etwas für deine Gesundheit, denn wie gesund frische Paprika, Chili und anderes Gemüse ist, weißt du ja! 

Wenn du noch auf der Suche nach einem passenden Anbausystem bist, schau doch mal hier. Das Harvy-Starterkit ist auch perfekt geeignet für Einsteiger.