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Tipps und Inspiration

Tomaten anbauen auf der Fensterbank: Der ultimative Leitfaden für urbane Gärtner

27 March 2024

Du möchtest nicht nur im Sommer deine eigenen Tomaten ernten, hast aber weder einen Garten, noch einen Balkon?

Dann ist dieser Leitfaden genau das Richtige für dich, denn Tomaten anbauen funktioniert auch auf deiner Fensterbank! 

Du benötigst: 

  • Tomatensamen (samenfest) für niedrig wachsende Pflanzen z.B:
    • Die Kirschtomate TWIGGY Orange oder Red
  • Anzucht- bzw Tomatenerde 
  • Anzuchtschale z.B: 
    • Minigewächshaus schwarz, für die Fensterbank
    • Anzuchtschale mit Deckel und Mini-Anzuchtplatte
    • Minigewächshaus für Pflanzen mit langen Wurzeln
  • Pflanztöpfe z.B:
    • Fasertöpfe, rund
  • Rankhilfen
  • ggf. Pflanzlampe

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Aussaat

Die Tomaten-Aussaat ist unkompliziert. Feuchte die Erde in der Anzuchtschale an, verteile die Samen in etwa 2cm Abstand (oder einen Samen pro Pflanztopf) darauf.

Nun drückst du die Samen etwas an und deckst sie leicht mit Erde ab. Achtung! Lege das Saatgut nicht zu tief in die Erde.

Halte die Erde nun immer feucht, aber nicht zu nass. Es besteht auch die Möglichkeit, das Saatgut auf einem angefeuchteten Tuch keimen zu lassen und erst dann in die Anzuchterde zu setzen. Dies ist aber kein Muss.

Tomaten keimen am besten bei Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad. Deswegen solltest du deine Anzuchtschale an deiner sonnigsten Fensterbank platzieren. 

Nach etwa 5-10 Tagen beginnen dann deine Tomaten-Sprösslinge zu keimen. Sollten deine Samen auch nach zwei Wochen nicht keimen, kann es unterschiedliche 

Gründe haben. Zum einen wurde das Saatgut vielleicht falsch gelagert oder ist zu alt. Eventuell haben sie auch zu wenig Licht bekommen oder die Temperatur stimmte nicht. Überwässerung oder eine schlechte Bodenqualität könnte auch eine Ursache sein. 

Spätestens, wenn die Pflanzen das 2. Blattpaar haben, kannst du sie vorsichtig pikieren und in einzelne Töpfe setzen. So können sie kräftige Wurzeln entwickeln und gesund wachsen. Tomaten bevorzugen durchlässige Erde. Am optimalsten ist es, jetzt spezielle Tomatenerde zu nutzen.

Tipp: Wenn du das Saatgut vorher in Wasser legst, kannst du die Keimzeit reduzieren. Das Saatgut kann so bereits vor der Aussaat Wasser aufnehmen. Aber Vorsicht - nicht zu lange, da das Saatgut durch Schimmelbildung  Schaden nehmen kann. 

Pflege 

Am besten wachsen Tomatenpflanzen bei Temperaturen von 18 bis 20 Grad. Sie sollten auch nach der Keimung an einem hellen Ort stehen, an dem sie zwischen 6-8 Stunden Sonnenlicht bekommen. Wenn du möchtest, dass deine Pflanzen von Anfang an gesund wachsen, solltest du sie regelmäßig gießen, dabei aber Staunässe vermeiden. 

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Bestäubung

Wusstest du, dass Tomatenpflanzen sich selbst bestäuben können? Jede Blüte verfügt über weibliche und männliche Fortpflanzungsorgane (Stempel und Staubblätter).

Wenn du Tomaten aber im Haus anbaust, kannst du diesen Prozess jedoch unterstützen, da Insekten diesen Vorgang nicht vornehmen können. 

Du brauchst hierfür nicht viel. Entweder kannst du die blühenden Pflanzen leicht schütteln, so dass sich die Pollen lösen und übertragen werden.

Dies funktioniert auch mit einer elektrischen Zahnbürste. Hierfür hältst du den vibrierenden Bürstenstiel an den Blütenkopf. Du kannst aber auch mit einem Pinsel von Blüte zu Blüte gehen und die Bestäubung auf diese Weise übernehmen. 

Stutzen und Bescheiden

Wie bereits erläutert, eignen sich für den Indoor Anbau von Tomaten eher kleinwachsende Pflanzen. Diese müssen, im Gegensatz zu Freiland- oder Gewächshaus-Tomaten, anders  beschnitten werden.

Zunächst solltest du darauf achten, abgestorbene oder verfärbte Blätter regelmäßig zu entfernen.  Ist das Wachstum zu dicht, kannst du hier und da ein paar Blätter oder auch Zweige abschneiden, damit ausreichend Licht und Luft die Pflanze erreicht. Entfernst du die Blätter in der Nähe der Blüte, kannst du so außerdem den Reifeprozess beschleunigen, da so mehr Licht an die Früchte gerät. 

Sollte die Pflanze zu hoch wachsen, kannst du sie auch oben stutzen und das Wachstum somit kontrollieren. 

Ausgeizen ist bei vielen Tomaten wichtig, aber nicht bei allen notwendig. Hast du dich für eine buschig wachsende Sorte entschieden? Dann musst du die kleinen Seitentriebe an den Blattachsen nicht oder nur sehr wenig entfernen. 

Tipp: Achte darauf, dass dein Werkzeug / deine Scheren scharf und möglichst sauber sind, damit du deine Pflanze nicht beschädigst.

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Düngung

Tomatenpflanzen benötigen nicht nur viel Wasser, sondern auch viele Nährstoffe, damit die Fruchtbildung ertragreich wird. 

Es empfiehlt sich daher, die Pflanzen alle 2-3 Wochen mit Flüssigdünger zu versorgen. Halte dich bei der Dosierung immer an die Anleitung.

Tomaten kannst du auch auf ganz natürliche Weise düngen. Zum Beispiel mit Kaffeesatz, denn dieser enthält viel Stickstoff, Phosphor und Kalium. Außerdem aktiviert er viele Mikronährstoffe im Boden. Aber Achtung: Der Kaffeesatz sollte vorher komplett getrocknet sein, damit es nicht zu einer Schimmelbildung kommt.

Ein weiterer natürlicher Dünger, den man in fast jedem Haushalt finden kann, sind Eierschalen. Diese haben einen hohen Kalziumgehalt, der der Blütenfäule vorbeugt.

Und hast du gewusst, dass auch Bananenschalen etwas für deine Tomaten tun können? Wenn du sie direkt mit in die Erde gibst, versorgen sie die Wurzeln mit Kalium und fördern so die Fruchtentwicklung.

Natürlich musst du hier auf eine Bioqualität achten und die Schale vorher abspülen, da sonst Chemikalien und Pflanzenschutzmittel an deine Pflanzen gelangen. 

Du hast das Gefühl, dass deine Pflanzen trotzdem zu langsam wachsen? Dann könnte es daran liegen, dass der Standort nicht optimal ist, sie zu wenig Licht bekommen, die Temperatur oder Nährstoffzufuhr zu gering, oder die Wasserversorgung zu viel oder zu wenig ist.

Ist der Pflanzabstand groß genug oder leiden deine Pflanzen vielleicht unter Schädlingen wie Blattläusen? 

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Das Beste kommt zum Schluss: Die Ernte! 

Ernte deine Tomaten erst, wenn sie die gewünschte Farbe haben. In der Regel ist es ein saftiges Rot. Natürlich gibt es aber auch Sorten, die lila, orange, grün oder gelb sind. Wie dem auch sei: Die Farbe sollte kräftig sein. Warte aber nicht zu lange. Je häufiger du erntest, desto mehr Früchte produziert deine Pflanze.

Der beste Zeitpunkt für die Tomatenernte ist morgens. Hierfür nimmst du die Tomate in die Hand und drehst vorsichtig daran, bis sie sich vom Stiel löst. Sollte dies zu schwierig sein, kannst du sie auch mit einer Schere abschneiden. Bewahre sie bei Raumtemperatur auf, dort hält sie sich etwa eine Woche. Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank, da sie sonst an Aroma verlieren oder sich die Textur verändern kann. Außerdem gehen auf diesem Weg wichtige Nährstoffe verloren. 

Na? Läuft dir schon das Wasser im Munde zusammen bei dem Gedanken an deine aromatische und erntefrische Tomaten? 

Dann werde Urban Gardener, schnapp dir dein Saatgut und leg los, du weiß ja nun, wie es geht! Und sollte dir noch Equipment fehlen: Du findest natürlich alles für deinen erfolgreichen Indoor-Tomatenanbau bei uns!